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scheucher am prüfstand
15.02.2009

Bürgermeister am Prüfstand

Die Kleine Zeitung lud Klagenfurts sechs BürgermeisterkandidatInnen zu einer hitzigen Podiumsdiskussion in die City-Arkaden. Die wichtigsten Themen: Maßnahmen gegen die Krise, Finanzen, Sportstätten, Benediktinermarkt.



BGM Scheucher hat sich die aktuelle Arbeitslosenstatistik geben lassen(+21,6 % ): die Krise sei angekommen, "ich werde um jeden Arbeitsplatz kämpfen". Vor allem die Bauindustrie sei eine "Schlüsselindustrie", 1200 Wohnungen, für welche Förderungen des Landes ausstünden,  befänden sich in der "Pipeline", weiters bedürfe es eines Investitionsschubes durch eine Reihe von Projekten, die realisiert werden müssen. "Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Angemessenheit sind angesagt", die Stadt dürfe sich aber nicht "kaputt sparen". Dem Vorwurf, die Stadt sei verschuldet, entgegnete Scheucher, dass 430 Mio. € Guthaben einem Minus von 90 Mio € gegenüberstünden und dass jeder Beschluss unter Mitstimmung der anderen Parteien gefasst wurde. "Wer billig kauft, kauft teuer", meinte der BGM zu den Revitalisierungskosten des Neuen Platzes. Hier habe er eine etwas teurere, dafür aber dauerhafte Lösung für mehrere Generationen einem Schnellschuss für die nächsten 10 Jahre vorgezogen. Zum wiederholten Mal musste Scheucher das Projekt Tiefgarage am Benediktinermarkt für tot erklären, dafür werde der Markt saniert, alle nötigen Maßnahmen habe er bereits in die Wege geleitet. Die Kosten fürs Stadion seien durch geschickte Verhandlungen von Bund und Land bezahlt worden. Das Seeparkhotel sei kleiner geworden, um den umliegenden Naturraum zu schützen, die Kapazität des Seeparkhotels würde jedoch für 77% der Kongresse geeignet sein. Den Vorschlag Petschnigs, die Sportanlagen zusammenzulegen um Synergien zu nutzen (Hallenbad beim Sportpark) befürwortete der Bürgermeister, die Leichtathletikanlage sei ohnehin neben dem Stadion geplant.

Die selbst eingeschätzen Chancen der Kandidaten: Petschnig 10%, Wiedenbauer 10%, Wulz 14%, Scheider 25%, Scheucher 33%, Mathiaschitz 36%. In zwei Wochen werden es die KlagenfurterInnen und Klagenfurter besser wissen.


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