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scheucher.klementin
06.02.2009

Junge Wirtschaft diskutiert mit Politik

Zu einem Runden Tisch mit den Klagenfurter BürgermeisterkandidatInnen lud gestern die Junge Wirtschaft Klagenfurt, eine überparteiliche Plattform für Gründer und Jungunternehmer. Zahlreiche Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Medien konnten sich im großen Wifi-Saal ein Bild über die wirtschaftlichen Pläne und Zukunftsvisionen unserer Stadtpolitiker machen.



Wie konstruktiv und sachlich Politik sein kann, wenn auf fixe Fragen in zeitlich streng limitiertem Rahmen geantwortet werden muß! Nicht einmal für Vorwahlpolemik, die in den letzten Tagen Hochsaison feiert, war so richtig Zeit. Und das trotz heißer Themen wie Markt, Finanzen, Innenstadt. Unter strenger Regie von Moderatorin Martina Klementin, begleitet von einer Stoppuhr mit Gong bei zeitlichem Überhang, antworteten Harald Scheucher, Maria-Luise Mathiaschitz, Christian Scheider, Andrea Wulz und Stefan Petschnig auf die vorbereiteten Fragen des Teams der Jungen Wirtschaft.

1. Frage: "Was planen Sie, um Klagenfurt unternehmerfreundlich zu machen?". BGM Harald Scheucher betont die geschaffenen Rahmenbedingungen und Infrastrukturmaßnahmen, die Klagenfurt erst für die internationale Wirtschaft interessant gemacht hätten. Mit der dritten Ausbaustufe des Lakesideparks und dem geplanten KMU-Park Ost werde Klagenfurt noch lukrativer für Jungunternehmer. Viel erwarte er sich auch vom neuen Stadtmarketing, mit dem u. a. die Innenstadt-Problematik in Angriff genommen werde. Mit der gemeinsam mit LR Martinz ins Leben gerufenen Innenstadtoffensive - einer Förderung für Unternehmen mit einem Betrag von € 2000.- für  geschäftsbelebende Investitionen -  sei ein weiterer Schritt getan, um die Stadt attraktiver zu machen.

Scheider wünscht sich weniger bürokratische Hürden und Erleichterung bei Betriebsgründungen, Maria-Luise Mathiaschitz mehr Kooperation mit Wirtschaftsexperten, Wulz bessere Kommunikation und mehr Förderung der Kleinstunternehmer. Petsching würde die Stadt im Sinne einer Private Public Partnership und mit einem Masterplan für 10 Jahre führen. Interessante Anregungen auch aus dem Publikum: Mathias Köchl wünscht sich eine eindeutigere Positionierung Klagenfurts, etwa in Richtung Literatur. Eine sehr gute Idee, meinte BGM Scheucher, die er gerne aufnehme und die gut zu seinem Vorhaben zweier Parkneubenennungen (Ingeborg Bachmann und Gert Jonke Park) passen würden. Weiters begrüßte Scheucher die Idee der Jungen Wirtschaft, einen Stadt-Startcheck für Investitionen bei Betriebsgründungen einzuführen und regte die Installierung eines Arbeitskreises zur Erhebung der Wünsche und Forderungen der Gründer an. Zum Thema Sicherheit in der Stadt erwähnte der Bürgermeister seine Verhandlungserfolge mit der Innenministerin und die Aufstockung der Polizei um 50 Kräfte, weiters als Präventionsmaßnahme die geplante Einrichtung einer Jugendpolizei.

Alles in allem: ein Paket von guten Ideen und zukunftsweisenden Vorhaben der StadtpolitikerInnen, die man sich unter der verantwortungsvollen Führung von Harald Scheucher für Klagenfurts Zukunft wünschen darf.


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