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benediktinermarkt
03.02.2009

Markt ist TABU!

"Ich bin ein bekennender Benediktiner" und "ich bekenne mich zum Benediktinermarkt, so wie er ist. Rufzeichen!", sagte BGM Harald Scheuer bei einer Pressekonferenz zum Thema Markt. "Nichts wird über die Köpfe der Standler entschieden!".



Der Markt sei der Nahversorger, das Kommunikationszentrum und das Herz der Stadt. Ein Juwel und ein Kleinod, das nicht angetastet werden dürfe. Er selbst habe seine Liebe zum Markt nicht wie der politische Mitbewerb erst jetzt entdeckt,  sagte Bürgermeister Scheucher, sondern sei mindestens einmal pro Woche am Markt und im besten Kontakt mit den Marktfieranten. Eine Garage könne nur gebaut werden, wenn das Marktgeschehen in keiner Weise beeinträchtigt werde. "Wenn eine Tiefgarage kommt, muss der Markt unangetastet und unversehrt bleiben. Sonst kommt sie nicht!" so der Bürgermeister

Für heftige Diskussionen sorgte in den letzten Tagen ein Beschluss des Stadtsenates, eine Tiefgarage unter dem Benediktinermarkt zu errichten. Was war geschehen: Auf schriftlichen Antrag von BZÖ-Stadtrat Gunzer wurde das Thema Tiefgarage auf die Tagesordnung des letzten Stadtsenates genommen und mit Zustimmung von SPÖ, BZÖ und ÖVP wurde beschlossen, die planerischen Grundlagen für den Bau einer Tiefgarage einzuleiten. Alle Vorbesprechungen seien allen Stadtsenatsmitgliedern in den letzten Monaten bekannt gewesen. Frau Mathiaschitz sollte seit dem 13. Oktober (Gespräch SPÖ-StR.Kogler / Vzbgm. Zwick; 27. Oktober nochmaliges Gespräch  Kogler/Zwick) über das Projekt informiert gewesen sein, hätte also genügend Zeit gehabt, sich vor Zustimmung "die Dinge genau anzusehen". Das Projekt Tiefgarage sei durch die Verdoppelung der Bettenkapazität des Hotels Sandwirth und den Neubau der Volksbank im ehemaligen Postgebäude zum Thema geworden. Im Stadtsenat haben auch Marie-Luise Mathiaschitz und Christian Scheider dafürgestimmt.

Heute zieht BGM Harald Scheucher die Notbremse: "Der Markt hat Priorität, die Westhalle bleibt, konkurrierende zusätzliche Geschäftsflächen nur über meine Leiche!" Und weiter: "Hier wird ein Essen kritisisert, das man noch gar nicht bestellt hat", so Bürgermeister Harald Scheucher. In Vorwahlzeiten scheinbar ein gefundenes Fressen für den politischen Mitbewerb.

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