SICHERHEITSPAKET für Klagenfurt
Das Thema Sicherheit ist eines der zentralen Anliegen der Klagenfurter Bevölkerung und somit der Politik. Klagenfurt ist immer noch eine sichere Stadt, doch es gilt auch zu unterscheiden zwischen „realer und gefühlter Sicherheit“, so der Bürgermeister. Ein Anstieg der Vorfälle von Gewalt in Schulen und Bussen, der Anstieg der Jugendkriminalität sowie eine starke Zunahme der Straßen- und Drogendelikte hat BGM Harald Scheucher dazu veranlasst, eine Sicherheitsoffensive für Klagenfurt zu starten.
50 Polizisten mehr für Klagenfurt
In Zukunft sollen daher 50 zusätzliche PolizistInnen für mehr Sicherheit und sichtbare Präsenz in Klagenfurts Stadtbild sorgen, gibt Klagenfurts Bürgermeister Harald Scheucher bekannt. Die BeamtInnen werden extra geschult und sollen ohne zusätzliche budgetäre Belastung aus dem Pool der 270 bisherigen Grenzpolizisten, die weitgehend ihre Funktion verloren haben, rekrutiert werden.
Die Anzahl der Eigentumsdelikte sowie der Raubüberfälle und Drogenkriminalität ist auch in Klagenfurt stark im Steigen. Klagenfurt muss soweit wie möglich drogenfrei werden, so der Bürgermeister. Deshalb trete er dafür ein, dass auch die Mitführung kleiner Mengen von Drogen schärfer geahndet wird. Mit dieser Maßnahme soll den Kleindealern das Handwerk gelegt werden. Es gelte: Null Toleranz bei Drogen und Gewaltdelikten.
Jugendpolizei
Eine speziell geschulte Truppe von 6 JugendpolizistInnen in Zivil wird in Zukunft durch eine Hotline Tag und Nacht erreichbar sein. Es soll ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Jugendlichen aufgebaut werden, damit die Schwellenangst abgebaut und Vorfälle ohne Angst vor Anzeigen und bürokratischen Hürden sofort gemeldet werden. Die Beamten sollen, so BGM Scheucher, sowohl in der Prävention an Schulen als auch bei konkreten Vorfällen zum Einsatz kommen. Bei Übergriffen oder Bedrohungen sind sie sofort abrufbar und stehen Hilfe suchenden Jugendlichen rund um die Uhr zur Verfügung.
Notrufsäulen
Eine weitere Maßnahme ist die Installierung von Notrufsäulen an Bushaltestellen, die direkt mit der Polizei verbunden sind. An neuralgischen Punkten wie etwa dem Heiligengeistplatz oder in St. Ruprecht sollen sie zusätzlich mit Kameras ausgestattet sein. Ein akustisches und optisches Signal wird weiters dafür sorgen, dass in Notsituationen sofort reagiert werden kann und umgehend Hilfe zur Stelle ist. Dieses Pilotprojekt soll mit den Partnern Telekom, Stadtwerke sowie der Polizei realisiert werden.
Sicherheitsgipfel
„Die Sicherheit der Klagenfurter Bevölkerung ist zweifelsohne eine Chefsache“ und solle daher in engster Zusammenarbeit mit der Polizei und der Klagenfurter Bevölkerung geregelt werden, so der BGM Scheucher. Es sind dies vorrangige Anliegen, bei denen er auf den Konsens aller politischen Parteien zähle.
Zu diesem Zweck wird es am 21. Jänner im Gemeindezentrum St. Ruprecht einen Sicherheitsgipfel geben, bei dem der Bürgermeister mit der Klagenfurter Polizei und dem Landespolizeikommando ein gemeinsames, schnelles und effizientes Vorgehen in allen Belangen der Sicherheit beschließen will.
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